3 Days to Kill

Kevin Costner ist ja nun nicht unbedingt der erfolgreichste Schauspieler der Filmgeschichte, allerdings sind Filme mit ihm doch oft besser zu ertragen als die, bei denen er Regie führt.

Das trifft auch auf 3 Days to Kill zu, der nach einer Geschichte von Luc Besson (Taxi, Fifth Element) unter Regie von McG (Charlie’s Angels, Terminator Salvation) just im Kino aufgeschlagen ist. Der Film ist erträglich, aber bei weitem nicht gut. Zwei Stunden lang wechselt er zwischen einer doch eher hanebüchenen Thrillerebene und der Familienebene, bei der Costner versucht, eine Beziehung zu seiner Tochter (Hailee Steinfeld) aufzubauen. Diese Familienebene funktioniert auch leidlich gut, auch wenn das auf und ab zwischen Ausnutzen und Vertrauen, das Steinfelds Figur durchlebt, auf mich den Eindruck macht, hier habe man zu sehr mit dem Zeitraffer gearbeitet.

Allgemein bleibt die Figurenzeichnung eher blass. Das trifft besonders auf die Gegenspieler zu, zwei deutsche Terroristen, die irgendwie böse sind, ohne dass es der Film schafft, sie dem Zuschauer genauer zu präsentieren. Auch Amber Heards Figur, die letztendlich dafür verantwortlich ist, den Rentner Costner noch einmal in den aktiven Dienst zu versetzen ist ausgesprochen eindimensional. Dafür darf sie aber so ziemlich jedes Outfit tragen, was sich ein sabbernder Teenager beim Wort „Spionin“ vorstellen kann. Naja.

Was den Film dann noch einigermaßen rettet, ist die Tatsache, dass sich zwei Stunden Laufzeit eben doch nicht wie zwei Stunden Laufzeit anfühlen. Sonst ist das eher ein Film, der nicht mal weiß, in welches Genre er sich einsortieren möchte, und daher nichts völlig richtig macht. Daher:

Kommentare sind geschlossen.